Gottes Stellvertreter war als Fischer professioneller Seemann. So darf man vermuten, dass er es war, der als himmlischer Influencer den Seglern am Samstag Bilderbuchbedingungen beschert hat, von denen insbesondere die Regattasegler der Feldwieser Langstrecke, ein Lauf der Chiemseemeisterschaft, profitierten.
75 Schiffe lagen am Samstag pünktlich um 11:00 Uhr an die Startlinie – ready to race. Der Wettfahrtleiter hat kurz vor dem Startprozedere noch einmal die Geduld der Segler gefordert, als er die Flagge zur Startverschiebung gezogen hat. Denn just zu dem kurzen Startintervall haben sich die Windbedingungen geändert. Die waren jedoch schnell wieder klar, so konnte um ca. 11:20 Uhr, ordentlich in Richtung Chieming, gestartet werden. Einige übermotivierte Crews waren so ungeduldig, dass sie die Startline schon vor dem Startsignal passierten – sie mussten folglich leider disqualifiziert werden. An der ersten Tonne wurde es dann auch sehr eng, was schon allein daran zu erkennen war, dass sich die Lautstärke der bootsübergreifenden Kommunikation, zur Durchsetzung der jeweils eigenen Vorfahrt, sehr hoch wurde.
Von Chieming aus ging es dann, so wie es die Segler lieben, zumeist mit den bunten Spinnakersegeln an ein Gate Richtung Herreninsel – ein Traum in bunt. So konnte Petrus, der offensichtlich ein Auge auf Segler der Feldwieser Langstrecke geworfen hatte, belohnt werden. Und weil es so schön war, wurde diese Runde noch einmal gesegelt, bevor es dann wie geplant ins Ziel ging.

Souveräner Gesamtsieger wurde Thomas Frank vom CYC auf seinem schnellen Katamaran Flyer XL. Mit 5 Sekunden Vorsprung nach berechneter Zeit verwies er Robert Kolbinger (SRV) auf einer Joker auf Platz zwei. Den dritten Rang ersegelte sich Jon Philip Frebel (SRV) auf einer Skippy 650 Race.
In den sieben Wertungsgruppen der Chiemseemeisterschaft landeten auf dem Treppchen:
- Mehrrumpfboote: 1. Thomas Frank (CYC), 2. Friedl Liese (DCC), 3. Uli Bauer (CYC).
- Sportyachten 1: 1. Robert Kolbinger (SRV), 2. David Grottendieck (SRV), 3. Kilian Stauss (VSAC)
- Sportyachten 2: 1. Jon Philipp Frebel (SRV), 2. Thomas Lechner (SCBC), 3. Andreas Gretschmal (YCG)
- Kielyachten 1: 1. Sepp Mittermaier (SCCF), 2. Richard Buchner (SCIW), 3. Maximilian Grosse (SRV)
- Kielyachten 2: 1. Jacqueline Hoffert-Dahl (CYC), 2. Sibylle Eisenlohr (CYC), 3. Christoph Hessel (YCU)
- Kielyachten 3: 1. Richard Kuchler (CYC), 2. Georg Hangel (SCCF), 3. Gerd Bodenmüller (SCCF)
- J/80: 1. Clemens Meyer (YCG), 2. Martin Sterkel (SCPC), 3. Hans-Jörg Piechotka (DHH)

Die Sieger der Feldwieser Langstrecke 2026:
(vlnr: Sportwart Arndt Brendecke, Thomas Frank, Richard Kuchler, Robert Kolbinger, Jon Philipp Frebel, Clemens Meyer, Jacqueline Hoffert-Dahl, 1. Vorstand Markus Spckbacher)
Was macht man dann nach so einem Bilderbuchtag? Man feiert! Der SCCF hat im Wirtshaus „D´Feldwies“ genügend Plätze für alle Regattateilnehmer reserviert, die am Abend dann reichlich Seemannsgarn spinnen konnten und sich selbst und vor allen die Gewinner der Regatten und der jeweiligen Klassen zu feiern. Der SCCF unterstützte außerdem noch mit 100 Liter Freibier die äußerst gute Stimmung – was für ein Tag!
Eines hat dieser Tag jedenfalls eindrucksvoll gezeigt:
Segeln macht glücklich – Vergelts Gott Petrus!