Weitsee Rennerts beim Wassersportverein Fraueninsel, Chiemsee Meisterschaft bleibt spannend
Vincent Hoesch gewinnt Weitsee Rennerts Fraueninsel (ni) Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel war der vorletzte Lauf der Chiemsee-Meisterschaft. Nach vier Wettfahrten führt weiterhin Jon Philipp Frebel vor Clemens Meyer. Am Vortag zog abends noch ein Gewittersturm über den Chiemsee, am Samstagmorgen hatte das Wetter aufgeklart, die Temperaturen sich stabilisiert. Gemeldet hatten 78 Schiffe, die sich zum Start auf der Fraueninsel einfanden. Es wehte ein stabiler Westwind mit ca. 14 Knoten. Das Startschiff verließ zügig den Weststeg auf der Insel und fuhr mit den Teil-nehmern im Schlepptau auf den Weitsee Richtung Chieming. Das Weitsee-Rennerts ist im Gegensatz zu den anderen Regatten der Chiemsee Meister-schaft als Up and Down Regatta ausgeschrieben. Aufgrund des stabilen Windes wurde zügig die Startlinie aufgebaut und die Rundungstonnen gelegt. Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte der Start der Wettfahrt. Einige Teilnehmer waren so motiviert, dass sie bereits eine Minute vor dem Start die Startlinie überquerten. Nachdem immer mehr Segler diesem Beispiel folgten, musste das gesamte Feld wegen Frühstart zurückgerufen und das Startverfahren wiederholt werden. Die Wettfahrtleitung um Hannes Niggl und Frank Stracke entschied sich, beim zweiten Start die schwarze Flagge zu setzen, was dazu führt, dass Frühstarter automatisch disqualifiziert werden. Aufgrund der Startverschärfung starteten die Segler dieses Mal verhalten und der 2. Start klappte ohne Probleme. Der stabile Westwind sorgte dafür, dass sich vom Start weg die schnellen Mehrrumpfboote sowie die Trapezyachten an die Spitze des Feldes setzten. An der 1. Luvtonne führte Thomas Frank vom WVF auf Flyer XL vor der Familie Koch mit der Asso 99, ebenfalls WVF. Dann folgte Familie Huys, ebenfalls Asso 99 vom Wind Club und Familie Kolbinger auf Joker vom SRV. In dieser Reihenfolge ging es auf die Vorwindstrecke zur Leetonne, durch den konstanten Westwind kam es zu keinen nennenswerten Verschiebungen. Auf der zweiten Kreuz frischte der Wind auf 24 Knoten auf und drehte wegen eines im Norden vorbeiziehenden Gewitters nach Norden. Nach der zweiten Kreuz führte immer noch Thomas Frank vor der Familie Koch und der Familie Huys, Friedl Liese mit Hurricane vom DCC konnte sich auf den 4. Platz vorschieben und der spätere Sieger Vincent Hoesch rundete als 6. Schiff die Luvtonne. Auf der zweiten Vorwindrunde kam es dann zur Entscheidung. Der in Führung liegende Thomas Frank auf seinem Flyer XL überschlug sich und kenterte. Erstes Schiff im Ziel wurde die Familie Koch vor der Asso 99 der Familie Huys, Friedl Liese erreichte das Ziel als Dritter und Vincent Hoesch als Vierter. Fünftes Schiff wurde der Joker der Familie Kolbinger, 6. Schiff die Mannschaft David Grottendieck und Hanns Christoph Schwankner vom SRV auf Streamline. 7. Schiff wurde die erste J 80 von Martin Sterkel vom SCPC, den 8. Platz erreichte die Mannschaft Joachim Raabe vom SRV. Gesamtsieger nach berechneter Zeit wurde Vincent Hoesch mit seiner Mannschaft Michi Grad, Florian Ihrenberger und Helene Ihrenberger, der damit auch Vereinsmeister wurde. Die ersten Schiffe brauchten nicht einmal eine Stunde, um ins Ziel zu kommen. Aber nicht nur den lange Führenden erwischte es durch eine Kenterung, auch weitere Schiffe kenterten oder schieden aufgrund